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myCath

  Die App für Ihren zentralvenösen Katheter

Wie die myCath App entstand

Es ist Dezember 2013. Ich liege tief in Bett - im Krankenhausbett. Schmerzen, Atemnot und etliche weitere Symptome machen mir das Leben schwer. Ich bin so müde, dass ich wie ein Murmeltier in einen langen Winterschlaf versinken möchte. Wenn ich zum Fenster hinausblicke sehe ich einen grossen, festlich geschmückten Tannenbaum. Dieser erinnert mich daran, dass ich als Regisseur einer alljährlichen Musical-Grossproduktion auf Hochtouren laufen sollte. Doch ich liege im Bett und muss die Leitung abgeben. Loslassen.

Im Krankenhaus bin ich oft. Zur Motivation lese ich hin und wieder gerne in der Bibel. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich so immer wieder auf Geschichten stosse, die mich inspirieren und neuen Mut und Hoffnung schenken. So auch an diesem Morgen, als ich auf eine spannende Stelle bei Paulus (1. Thessalonicher 2,17–18) stiess. Auch er hatte gesundheitliche Probleme und konnte nicht einfach alles tun, was für die allermeisten selbstverständlich ist. Ich bin überzeugt davon, dass Gott uns gerade in Zeiten von Schwachheit und Leiden nahe ist, auch dann, wenn wir vieles nicht verstehen. 

Während diesem Krankenhausaufenthalt musste ich mir - zum dritten Mal - ein Portkatheter implantieren lassen. Die Flut der mir dazu abgegebenen Informationsbroschüren, persönlicher Ausweis und Journal in Papierform empfand ich als zusätzliche Belastung. Dokumente, welche ich immer und jederzeit mit mir tragen sollte. Jedes Mal, wenn ich im Bett den Kopf zur Seite drehte und diesen Papierstapel auf meinem Nachttisch erblickte, war ich deprimiert. Da hatte ich plötzlich die Idee, diese Dokumente zu digitalisieren und ein modernes Angebot zu schaffen, das den Umgang mit dem Katheter erleichtert und Patientinnen und Patienten im Alltag unterstützt.

Mit dem Ziel, mir und anderen Patientinnen und Patienten eine Erleichterung zu verschaffen, verfolgte ich diese Idee.

Im Sommer 2014 wurde die App Realität. Die Papierflut gehörte damit der Vergangenheit an. Eine App namens «myCath» war geboren und richtete sich zunächst an Patientinnen und Patienten mit einem Portkatheter. Dank der Unterstützung von Sponsoren konnte die myCath App über die Jahre stetig weiterentwickelt werden. Seit Februar 2022 war sie in mehreren Sprachen verfügbar und richtete sich an Benutzerinnen und Benutzer mit einem zentralvenösen Katheter (Port, PICC und Hickman).

Heute steht die myCath App nicht mehr zum Download zur Verfügung und wird derzeit nicht weiterentwickelt. Wie die Geschichte von myCath weitergeht und ob das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufgenommen wird, ist offen. Die Idee und die Vision dahinter bleiben.

Ich blicke dankbar auf die Entwicklung von myCath und auf all die Menschen zurück, die dieses Projekt über die Jahre begleitet und unterstützt haben.


Markus Hänni

Behandlung am Portkatheter – Patricia Bevilacqua begleitete mich als CF Nurse über 25 Jahre lang.
Behandlung am Portkatheter – Patricia Bevilacqua begleitete mich als CF Nurse über 25 Jahre lang.


myCath App

Die myCath App steht derzeit nicht mehr zum Download zur Verfügung.

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